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Whirlpool & Hot Tub Pools


Wasseranalyse und Wasseraufbereitung im Whirlpool

Ein Außenwhirlpool von mittlerer Größe hat ein Fassungsvermögen von etwa 1.200 Litern. Um das Wasser aus Kosten- und Zeitgründen nicht permanent wechseln zu müssen, verbleibt es etwa 3 bis 4 Monate im Pool. Nach dieser Zeit wird es abgelassen und durch frisches Wasser ersetzt. Damit das Entspannen im Whirlpool zum perfekten Wellnesserlebnis wird, muss das Wasser klar und sauber sein.

In einem gepflegten Whirlpool, dessen Wasserwerte regelmäßig kontrolliert und reguliert werden, breiten sich keine Bakterien aus. Es entstehen auch keine unangenehmen Gerüche, die das Badevergnügen trüben. Für die Aufrechterhaltung der optimalen Wasserqualität müssen vier verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: die Wasserhärte, der pH-Wert, die Wasserdesinfektion und der Filter.


Whirlpool Wasserhärte einstellen

Die Wasserhärte weist im Idealfall einen Wert zwischen 12 bis 20 dH auf. Je nach Region kann es jedoch Abweichungen geben. Bei einer hohen Wasserhärte steigt das Risiko von Kalkablagerungen und Wassertrübungen. Kalkablagerungen lassen sich mit speziellen Anti-Kalk-Produkten für den Whirlpool schonend entfernen.

Auch die Karbonathärte ist von Bedeutung. Als Teil der Gesamthärte des Wassers nimmt die Karbonathärte einen entscheidenden Einfluss auf den pH-Wert. Ein zu geringer Karbonathärte-Anteil erfordert die Zugabe eines Alkalinitätsverstärkers. Ein Mittel, das die Alkalität korrigiert und den pH-Wert stabilisiert. Als optimal gilt eine Alkalität von 120 ppm. Der örtliche Wasserversorger gibt auf Anfrage Auskunft zu den Wasserwerten. Keinesfalls sollte enthärtetes Wasser für Bäder im Whirlpool verwendet werden. Denn zu weiches Wasser ist (neben organischen Ursachen) die Grundlage für Schaumbildung im Whirlpool. Bei vorhandener Schaumbildung wird die Anwendung spezieller Entschäumer-Produkte empfohlen.


Optimaler pH-Wert im Whirlpool

Der pH-Wert ist der wichtigste Indikator für die Wasserqualität und sollte bei 7,4 liegen. Da der pH-Wert nicht konstant bleibt, sondern ständigen Schwankungen unterliegt, muss er regelmäßig kontrolliert werden. Ein digitales Messgerät zeigt den aktuellen pH-Wert schnell und zuverlässig an. Da in einem Whirlpool für gewöhnlich warm gebadet wird, bewegt sich das Wasser meist im basischen Bereich. Das heißt, der pH-Wert steigt an. Ein erhöhter Whirlpool pH-Wert verursacht unangenehme Augen- und Schleimhautreizungen. Darüber hinaus werden Kalkausfällungen und Korrosionsschäden an Bauteilen aus Metall begünstigt. Basisches Wasser unterdrückt außerdem die Wirkung des Desinfektionsmittels.

Bei einem zu niedrigen pH-Wert hingegen (saures Wasser) kann es zu Hautreizungen kommen. Auch der Whirlpool wird durch Oberflächen- und Technikschäden in Mitleidenschaft gezogen. Mit pH-Senkern und pH-Hebern lässt sich der pH-Wert schnell und einfach regulieren. Nach jeder Zugabe eines pH-Regulierers sollte eine Kontrollmessung des pH-Wertes erfolgen.


Wasserdesinfektion im Whirlpool

Um das Whirlpoolwasser wirksam vor einer Bakterienausbreitung zu schützen, muss es richtig desinfiziert werden. Für eine effektive Wasserdesinfektion hat sich in vielen Bereichen Chlor bewährt, auch in der Whirlpoolpflege. Da sich Mikroorganismen bei einer Wassertemperatur um die 37 Grad besonders wohl fühlen und sich rasant vermehren, wird grundsätzlich zu einer Erstchlorung geraten. Nachdem der Whirlpool mit frischem Wasser befüllt und der pH-Wert kontrolliert wurde, erfolgt die erste Dosierung eines Chlorgranulats. Dabei werden Mikroorganismen, die sich bereits im Wasser befinden, vollständig abgetötet. Nach jeder Nutzung muss der pH-Wert eingestellt und etwas Chlorgranulat in den Whirlpool gegeben werden. Die Höhe der Dosierung richtet sich nach der Anzahl der badenden Personen. Die genaue Dosis wird vom Hersteller des Produktes auf der Rückseite der Verpackung angegeben. Mit Chlorgranulat lassen sich auch eventuelle Trübungen des Wassers beseitigen. Damit es nicht zur Überdosierung kommt, sollte der Chlorgehalt im Wasser vor und nach jeder Dosierung überprüft werden. Chlortabletten benötigen mehr Zeit, um sich im Wasser vollständig aufzulösen. Aus diesem Grund werden Tabletten meist nach der Nutzung des Whirlpools in den Spender eingelegt. Bis zum nächsten Entspannungsbad hat sich der Chlorgeruch verflüchtigt. Als optimal gilt ein Chlorwert im Wasser von 3 bis 5 ppm (mg/l).


Intensive Grundreinigung mit Spa Shock

Beim Baden im warmen Whirlpoolwasser lösen sich Fette, Verschmutzungen und Kosmetikrückstände von der Haut. Diese verbinden sich wiederum mit dem Chlor. Es entsteht Chloramin. Ein Abfallprodukt, das auch unter dem Begriff "gebundenes Chlor" bekannt ist und als Auslöser für Augenrötungen und Chlorgeruch gilt. Nach jedem Bad steigt der Chloramin-Anteil im Wasser und weitere Chlor-Dosierungen verlieren dadurch an Wirkung. Mit der Verwendung eines Spa Shock Produktes lassen sich die Chloramine oxidieren und beseitigen. Der Whirlpool kann anschließend gleich wieder genutzt werden.


Aktivsauerstoff und Brom für den Whirlpool

Wer empfindlich auf Chlor reagiert oder einfach den Geruch nicht mag, der kann sich alternativ für eine Wasserdesinfektion mit Aktivsauerstoff oder Brom entscheiden. Aktivsauerstoff eignet sich besonders gut für Allergiker. Die Wirksamkeit von Brom ähnelt der von Chlor. Durch Oxidation werden Keime und Bakterien vollständig abgetötet. Der Vorteil ist jedoch, dass bei der Verwendung von Brom keine Chlorgerüche entstehen. Auch die Schleimhäute werden nicht gereizt.


Filterung des Whirlpools

Je nach Modell werden Whirlpools mit einem oder mehreren Kartuschenfiltern ausgestattet. Diese Filter sind in der Lage, selbst kleinste Schmutzpartikel aufzunehmen. Damit sich der Filter des Whirlpools nicht zur Brutstätte für Mikroorganismen entwickelt, sollte er einmal wöchentlich mit der Handbrause oder dem Gartenschlauch durchgespült werden. Hartnäckige Schmutzablagerungen lassen sich mit einem Filterreiniger entfernen.

Wenn der Whirlpool regelmäßig genutzt wird, sollte der Filter zusätzlich desinfiziert werden. Für diesen Zweck eignen sich spezielle Filterdesinfektionsmittel. Alternativ kann auch etwas Chlorgranulat in einem Eimer aufgelöst werden, in dem der Filter anschließend für einige Stunden hineingelegt und anschließend gründlich abgespült wird.

Die Lebensdauer eines Whirlpoolfilters ist begrenzt. Nach 6 Monaten ist das Filtervlies abgenutzt und der Filter muss ausgewechselt werden. Beim Wechselbetrieb von Whirlpool-Filtern genügt der Austausch im Abstand von 12 Monaten.

Fazit: Die Wasseranalyse und -aufbereitung im Whirlpool ist keine große Herausforderung und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Das breite Angebot an Reinigungs- und Pflegemitteln, die speziell für Whirlpools entwickelt wurden, reduziert den Aufwand und trägt wesentlich zur Aufrechterhaltung der Wasserqualität bei. Wichtig ist, dass die Werte mindestens zwei Mal wöchentlich kontrolliert werden, um bei Abweichungen rechtzeitig reagieren zu können.