Sauna Lexikon

A B C D E F G H I K L M N O P Q R S T Ü U V W Z
A

  • Abhärtung
Mit der Sauna erzielen Sie eine ausgleichende Wirkung auf Ihren Wärmehaushalt und erreichen durch die Abhärtung eine gute Konstitution. Zudem werden die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers auf Touren gebracht.
  • Abkühlung
Nach dem Schwitzen folgt die Abkühlung mit kaltem Wasser, denn das zweite Prinzip des Saunabadens neben der Hitze ist die Kälte. Auf die Aufheizphase folgt deshalb die Abkühlphase. Dazu bietet sich zunächst Frischluft an: Die Atemwege können abkühlen und die Lungen füllen sich wieder mit Sauerstoff. Da aber Luft ein schlechter Temperaturleiter ist, reicht sie zur endgültigen Abkühlung nicht aus. Besser als Luft ist Wasser! Wenn Sie bei einer Lufttemperatur von 20 °C und wenig Wind 30 Minuten lang im Badeanzug am Meeresstrand spazieren gehen, werden Sie dies vermutlich noch als angenehm empfinden. Würden Sie allerdings bei 20 °C Wassertemperatur im Meer schwimmen, würden Sie mit Sicherheit bereits nach 10 – 15 Minuten völlig durchgefroren zurückkehren. Im direkten Kontakt mit Wasser gibt unser Körper bis zu 20-mal mehr Wärme ab als an der Luft! Aus diesem Grund sind Wasseranwendungen nach der Hitzephase die wirkungsvollste Maßnahme, um die Körpertemperatur rasch zu normalisieren.
  • Alepterium
Raum zum Einölen des Körpers (röm.)
  • Apodyterium
An- und Auskleideraum (röm.)
  • Aquarobic
Wassergymnastik
  • Aufguss
Vorübergehende Anfeuchtung der Saunaluft in einer finnischen Sauna durch Begießen der heißen Steine, meist mit Wasser und ätherischen Ölen (Minze, Eukalyptus, Fichtennadel, Citro)
  • Aufwärmzeit
Eine exakt nach Minuten festgelegte Schwitzzeit gibt es nicht. In erster Linie ist es wichtig, dass man sich wohl fühlt. Verlassen Sie die Kabine, wenn Sie das Gefühl bekommen, genügend erwärmt zu sein und dringend der Abkühlung bedürfen. Das ist, je nach Tagesform und Saunagewöhnung, etwa nach 8 – 12, höchstens aber 15 Minuten der Fall. Saunaneulinge können die Kabine natürlich auch verlassen, wenn sie noch nicht in Schweiß gebadet sind. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich bei Anfängern weniger Schweiß bildet als bei erfahrenen Saunagängern. Nach etwa fünf bis sechs Saunabädern zählt man dann ebenfalls zu den Schwitzprofis.
B

  • Badetradition
Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin gelten kurioserweise als Startschuss für die Verbreitung der Saunakultur in Deutschland. Die finnischen Athleten hatten sich für das olympische Trainingslager den Einbau einer Sauna erbeten, die dann auch an einem Badeteich in Döberitz nahe Berlin erstellt wurde. Nachdem die finnischen Sportler in ihren jeweiligen Disziplinen hervorragende Zeiten erzielten, führte man dies nicht zuletzt auf die Gewohnheit des regelmäßigen Saunabadens zurück. Sportärzte und andere Mediziner begannen, sich dafür zu interessieren, und bald nahmen einige Sanatorien die Sauna in ihr Kur- und Rehabilitationsprogramm auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg, ab 1948, wurden dann die öffentlichen Saunas für jedermann errichtet. 1950 waren es immerhin schon 300.
  • Badetuch
Das Sauna-Badetuch ist nicht nur zum Sitzen da, es bietet auch Schutz und Intimität. Breiten Sie Ihr Saunatuch komplett unter sich aus. So fängt es Ihren tropfenden Körperschweiß auf und die Holzbänke bleiben auch für Ihren Nachfolger trocken. Das Badetuch ist Ihr persönliches Territorium und schützt Sie gleichzeitig vor Verunreinigungen. Es dient nicht nur der Körperhygiene, sondern mildert auch die Hitze der heißen Saunabank, während Sie darauf sitzen oder liegen. Es ist zudem nützlich, wenn Ihnen der Schweiß in den Augen brennt. Schließlich können Sie das Badetuch durch den Raum schwenken, um damit nach einem Aufguss die heiße Luft “anzufachen”. Aufdringliche Blicke? Beim Verlassen des Schwitzraumes können Sie das Badetuch als Schutz um Ihren Körper wickeln.
  • Bänke
Die Bänke bestehen aus Holzlatten mit einem Abstand von jeweils 1 – 1,5 cm, damit die Luft zirkulieren kann. Je nach vorhandenem Platz werden zwei bis drei Sitzbänke treppenförmig von unten nach oben angebracht.
  • Balnea mixta
Gemischtes Bad (keine Geschlechtertrennung)
  • Banja
Russisches Bad (Dampfbad), ca. 45 °C, mit steilen Holzbänken und hoher Luftfeuchtigkeit
  • Birkenzweig
Die Birkenzweige für das Quästen werden vor der Sommersonnenwende geschnitten und zu Bündeln zusammengefügt. So ein belaubtes Zweigbündel nennt man einen Birkenquast, wovon sich das Wort “quästen” ableitet. In Finnland nimmt man für den Aufguss auch gern Wasser, in dem belaubte Birkenzweige eingeweicht wurden. Das darin enthaltene Birkenblätteröl verleiht finnischen Saunas ihren charakteristischen Geruch. Die Birkenzweige werden dann für das Quästen weiterverwendet.
  • Blockbohlensauna
Sie kann innen oder im Freien stehen. Die Wände bestehen aus Blockbohlen, die bis zu 95 mm stark sein können. Die Blockbohlen werden schichtweise übereinander gelegt und mit einer Spannvorrichtung zu einer hitzedichten Saunawand zusammengepresst. Eines der besten Hölzer ist das harte Kernholz der Polarfichte.
  • Blutdruck
Die Temperaturen im Schwitzraum weiten die Blutgefäße und normalisieren erhöhten Blutdruck. Der Wechsel zu den niedrigen Temperaturen in der Abkühlphase trainiert die Blutgefäße und normalisiert zu niedrigen Blutdruck. Wenn Sie unter zu hohem Blutdruck leiden, sollten Sie das Tauchbecken meiden. Aufgrund von Wasserdruck und Kältereiz wird der Blutdruck schlagartig in die Höhe getrieben. Empfehlenswert sind kalte Güsse mit dem Schlauch. Wenn Sie dagegen unter zu niedrigem Blutdruck leiden, ist es gut, wenn Sie sich im Schwitzraum komplett hinlegen. Zum Ende der Schwitzphase wechseln Sie langsam in die aufrechte Haltung über. Bleiben Sie zum Schluss ein paar Minuten auf der unteren Bank sitzen. So vermeiden Sie, dass eine Blutleere in Ihrem Kopf entsteht und Ihnen schwindelig wird. Das Tauchbecken können Sie aufsuchen, allerdings sollten Sie sich vorher mit kalten Güssen erfrischen, um Ihren Kreislauf wieder anzukurbeln.
C

  • Caldarium
Das Zusammenspiel von Wärme und Feuchtigkeit regt die Durchblutung an und reinigt Haut und Atemwege gründlich und sanft. Muskelverspannungen lösen sich, Stress wird abgebaut, Glieder- und Gelenkschmerzen lassen nach. Das Caldarium ist eine sanfte, aber wirkungsvolle Entspannungs- und Regenerationsmöglichkeit, hat eine Temperatur von ca. 45 °C und ist ideal zur Reinigung von Haut und Atemwegen.
  • Capleca
Warmes Wasserbad (türk.)
  • Curna
Brünnchen (türk.)
D

  • Dampfbad
Schwitzraum mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit, Temperatur ca. 45 bis 50 °C.
  • Deckenkonstruktion
Selbst bei gleichmäßiger Strahlungswärme wird es unter der Decke heißer. Um unnötige Energiekosten zu vermeiden, müssten die Blockbohlen hier so dick sein, dass sich die Gefahr von Verzug und Fugenbildung auch bei sorgfältigster Verarbeitung nie ganz ausschließen ließe. Manche Hersteller ignorieren diese Tatsache. Andere arbeiten mit Mineralwolle und Alufolie, wieder andere bieten für umwelt- und schadstoffbewusste Kundschaft korkgedämmte Konstruktionen an.
  • Diffusion
Diffusion und Sorption sorgen bei Massivholz dafür, daß die verbrauchte Luft und der mit Bioziden angereicherte Schweiß durch die Zellstruktur aufgenommen und natürlich nach außen abgeleitet werden. Gleichzeitig strömt frische Luft – durch den leichten Unterdruck in der Kabine – ohne künstliche Be- und Entlüftung vollkommen zugfrei nach.
  • Deutscher Saunabund
Seit seiner Gründung am 8. Februar 1949 gilt der Deutsche Saunabund als einer der stärksten Motoren bei der Verbreitung der Saunaidee in Deutschland. Anliegen des Vereins war anfangs nur, die finnische Form des Schwitzbadens auch bei uns populär zu machen und deren gesunden Nutzen zu dokumentieren. Unter 30-jähriger Führung von Dr. Werner Fritzsche gedieh der Bund dann zu einem kleinen Imperium, von dem aus die unterschiedlichsten Aktivitäten zur Förderung der Saunakultur entfaltet wurden: internationale Fachtagungen, wissenschaftliche Forschungsarbeiten wie “Sauna-Archiv”, “Internationales Sauna-Archiv” und “Saunabetrieb und Bäderpraxis”, die Organisation von gewerblichen Saunabetreibern, Bau- und Betriebsberatungen, Planungshilfen, Aus- und Weiterbildung von Fachpersonal, Saunameistern und Saunameisterinnen.
  • Duftkonzentrat
Im Kräutertrichter oder Aromaverdampfer werden anregende oder auch beruhigende Duftkonzentrate (Essenzen und Heilkräuter) eingesetzt. Sauna-Duftkonzentrate entfalten bei richtiger Dosierung im Rahmen eines Sauna-Aufgusses nicht nur einen besonderen Duft, sondern auch allgemein bekannte Wirkungsweisen. In öffentlichen Sauna-Anlagen gibt es auch spezielle “Rituale”.
Achtung: Aufgusskonzentrate dürfen nie direkt auf die heißen Steine geschüttet werden (Feuergefahr!), sondern nur über die wassergefüllte Saunaschöpfkelle.
  • Duschen
Das gründliche Duschen vor Betreten der Sauna dient nicht nur der allgemeinen Hygiene, welcher in einem öffentlichen Bad besondere Bedeutung zukommt, sondern es werden damit auch Kosmetika und Körperfett von der Haut entfernt, die die Schweißabgabe behindern könnten.
  • Durchblutungsstörung
Saunabaden ist ein ideales Gefäßtraining. Regelmäßiges Schwitzen sorgt dafür, dass sich Blutgefäße und Blutdruck regenerieren. Das Infarktrisiko nimmt ab. Eine gute Durchblutung ist wichtig für die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. Durchblutungsstörungen kommen durch eine Ernährung mit zuviel Fett und zuwenig Bewegung. Die Versorgung von Organen und Geweben ist nicht mehr einwandfrei – Krankheiten sind die Folge. Zudem besteht die Gefahr, dass sich Blutgerinnsel bilden, die eine Thrombose in den tiefen Beinvenen auslösen können. Wenn sich “böse” Blutfette an den Gefäßwanden ablagern, sind Entzündungen und haarfeine Risse die Folge. Mit regelmäßigen Saunagängen tragen Sie zum Abbau der Ablagerungen bei und der Durchfluss in den winzigen Blutgefäßen (Arteriolen), die Haut und Muskulatur versorgen, wird verbessert und Verletzungen an den Gefäßwänden heilen aus.
E

  • Eckverbindung
Bei der Blockbohlensauna werden einzelne Bohlen wechselseitig aufeinandergeschichtet. Die hohe Stabilität wird u. a. durch die präzise Verkämmung der Ecküberstände erreicht. Die Verkämmungen müssen so ausgeführt sein, dass das Holz arbeiten kann, ohne undicht zu werden oder sich zu verformen. Viele komplizierte Arbeitsschritte sind notwendig, um das Holz so zu bearbeiten, dass jede einzelne Blockbohle die Voraussetzungen kompromisslos erfüllt.
  • Einbausauna
Auch ein Saunafan, dem weniger Platz für eine Sauna zur Verfügung steht, kann sich heute den Traum vom eigenen Gesundheitszentrum erfüllen: Im Keller, unterm Dach oder in der Ecke des Badezimmers, für eine echtfinnische Einbausauna braucht man nicht viel Platz.
  • Elementbauweise
Bei der Elementbauweise werden Holzlattungen über einen Tragrahmen genagelt. Um den Energiebedarf in Grenzen zu halten, dämmt man die Hohlräume mit Mineralwolle o. ä., wobei eine zusätzliche Aluminiumfolie dafür sorgen soll, dass keine Feuchtigkeit in die Isolierung eindringt.
  • Entgiftung
Regelmäßige Saunagänge entgiften Ihren Körper. Sie schaffen damit ideale Voraussetzungen für ein gesundes und langes Leben.
  • Entschlackung
Regelmäßige Saunagänge entschlacken Ihren Körper. Sie schaffen damit ideale Voraussetzungen für ein gesundes und langes Leben.
  • Erholung
Das Saunabaden ermüdet nicht, sondern es erfrischt und führt zu einer Erholung. Das hängt vielfach auch davon ab, zu welcher Tageszeit Sie in die Sauna gehen möchten. Gerade wenn man zum Abschluss des Tages das Saunabad genießt, ist es das Naheliegendste, ganz entspannt zur Nachtruhe überzugehen. Schlaflabors haben in einer Studie herausgefunden, dass nach dem Saunabad die Tiefschlafphasen bis zu 45 % zunehmen können. Die meisten fühlen sich nach dem Saunabaden richtig energiegeladen. Sie können selbstverständlich anschließend das Solarium aufsuchen oder sich eine angenehme Massage gönnen (keine Ganzkörpermassage, das strengt zu sehr an). Nach der Massage ist es durchaus angebracht, noch eine halbe Stunde zu ruhen. In jedem Fall sollten Sie Ihren Tatendrang wenigstens noch für etwa eine halbe Stunde bremsen, bevor Sie wieder in Ihre Straßenkleidung schlüpfen und sich auf den Weg machen. Es kommt häufig vor, dass man nach der Sauna noch ein wenig “nachschwitzt”. Der Körper darf auf keinen Fall mehr überhitzt sein, denn dann kann man sich sehr schnell erkälten.
  • Erkältung
Die Sauna kann bei den ersten Anzeichen einer Erkältung noch effektiv sein (in erster Linie für regelmäßige Saunagänger), in einem späteren Stadium ist davon abzuraten, da das Herz-Kreislaufsystem Gefahr läuft, überlastet zu werden. Wer unregelmäßig von der Sauna Gebrauch macht, verschenkt eine große Chance für seine Gesundheit. Ist man richtig erkältet, ist die Sauna tabu. Der Körper ist so mit der Abwehr der Krankheit beschäftigt, das ein Saunabad aufgrund seiner vielfältigen tiefgreifenden Einflüsse auf den menschlichen Körper in diesem Moment einen unnützen Stress bedeuten würde. Dies kann sogar soweit führen, das die Erkältung noch schlimmer wird. Abgesehen davon sind schniefende und hustende Saunagäste in einer Gemeinschaftsanlage nicht gerade eine Bereicherung.
  • Erlebnisduschen
Vorwiegend in gehobenen Saunabädern zu findende Duschen, die durch Atmosphäre, Düfte, Farben und diverse Berieselungsarten ein Dusch-Erlebnis vermitteln. Meist handelt es sich um Schnecken- oder Rundduschen mit Gewitterregen, Monsunregen, tropischen Regen etc. sowie Kübelduschen.
F

Durch abwechselndes Beleuchten eines Saunaraumes mit farbigem Licht (vier Grundfarben, jeweils ca. 3 bis 5 Minuten) werden nach der Farbenlehre von Goethe verschiedene Stimmungen erzeugt und jeweils unterschiedliche Organe beeinflusst.
  • Flüssigkeitsverlust
Während eines Saunabades werden pro Minute 20 – 40 g Schweiß ausgeschieden. Dies bedeutet, dass der Mensch während eines Bades mit drei Saunagängen 0,5 – 1,5 Liter Flüssigkeit verliert. Schwerpunktmäßig stammt die ausgeschiedene Flüssigkeit aus dem Blut, das dadurch kurzzeitig etwas eingedickt wird. Da der Körper bestrebt ist, die Zusammensetzung des Blutes konstant zu halten, wird überall im Fett- und Bindegewebe und der Muskulatur Flüssigkeit entzogen. Diese Flüssigkeitsverschiebung wird auch als “Entschlackung“ bezeichnet. Die Abbaustoffe, welche ins Blut gelangt sind, werden nicht ausschließlich über die Schweißdrüsen, sondern auch über die Nieren ausgeschieden. Dies erklärt auch, warum man während eines Saunabades keine Flüssigkeit zu sich nehmen sollte, da der Organismus die zugeführte Flüssigkeit direkt über den Darm dem eingedickten Blut zuführen und somit ein Entschlacken verhindern würde. Der oben genannte Flüssigkeitsverlust durch den ausgeschiedenen Schweiß erklärt auch eine Gewichtsabnahme – bei drei Saunagängen ca. 500 – 1500 g. Allerdings kann dies nicht als Abnehmen bezeichnet werden, da dieses Flüssigkeitsdefizit dem Körper durch Essen und Trinken nach dem Saunabad wieder zugeführt wird.
  • Flüssigkeitszufuhr
Auch wenn der Körper bis zu 1 Liter Schweiß absondert, sollte nicht zwischen den Saunagängen getrunken werden, da dadurch der Entschlackungsprozess gestört wird. Nach dem Saunabad ist eine Flüssigkeitszufuhr über Säfte oder Mineralwasser unbedingt erforderlich.
  • Frösteln
Nach dem Verlassen der Sauna erfolgt ein kurzer Aufenthalt im Luftbad (im Freien oder einem gut belüfteten Raum). Kräftig ausatmen, ruhig einatmen. Bevor man zu frösteln anfängt, in den Abkühlraum gehen. Erst jetzt erfolgt die eigentliche Abkühlung. Als erstes kühlt man die Arme und Beine ab. Beim Abkühlen immer herzfern beginnen. Erst danach wird der Rumpf abgekühlt. Nach der Abkühlung mit dem Schlauch kann man ein kaltes Tauchbad nehmen.
  • Fußbecken
Vorwiegend im Ruhebereich von Saunas aufgestellte Becken, die mit Kalt- und Warmwasser gefüllt werden können, wobei durch die Wechselwirkung der Temperaturen der Kreislauf angeregt wird.
  • Fußwärmbad
Warme Fußbäder ergänzen die Abkühlmaßnahmen. Der volle gesundheitliche Wert eines Saunabades wird erhalten, wenn sich an die Abkühlmaßnahmen ein warmes Fußbad anschließt. Im Kaltwasserraum stehen dafür kleine Becken mit Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Das etwa 40 °C heiße Wasser lässt man höchstens knöcheltief einlaufen, denn die Fußbäder sollen lediglich die durch den vorhergehenden Kältereiz zusammengezogenen Gefäße rasch wieder öffnen. Durch die erneute Erweiterung der Blutgefäße wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich das noch leicht erhöhte Temperaturniveau im Körperkern ausgleichen kann.
G

  • Gartensauna
Wie im finnischen Ursprungsland kann man mit einer Gartensauna die Natur pur erfahren. Sie bringt den ursprünglichen Erlebniswert des Saunabadens zurück und erlaubt – unabhängig von den Jahreszeiten – eine ganzjährige Nutzung des Gartens. Darüber hinaus bietet die Gartensauna die Möglichkeit des Saunabadens, ohne aufwändige Umbauarbeiten im Eigenheim vornehmen zu müssen.
  • Gefäßreinigung
Wenn sich oxidatives Cholesterol und andere “böse” Blutfette an den Gefäßwänden ablagern, werden die Innenwände der Gefäße so weit gereizt, dass Entzündungen mit haarfeinen Rissen entstehen. Wenn Sie regelmäßig in die Sauna gehen, tragen Sie zum Abbau dieser Ablagerungen bei. Die Folge: Der Durchfluss in den winzigen Blutgefäßen, den Arteriolen, die Haut und Muskulatur versorgen, wird verbessert. Die Verletzungen an den Gefäßinnenwänden heilen aus.
  • Gicht
Gicht ist eine anlagebedingte Krankheit, bei der die Betroffenen aufgrund fleischreicher und fetthaltiger Ernährung eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut aufweisen. Durch das Entschlacken beim Saunabaden werden zusätzlich Harnsäuren an das Blut abgegeben. Die Folge: Es bilden sich Harnsäurekristalle an den Gelenken, und dies kann einen entzündlichen Schub auslösen. Sie sollten daher vorher Ihren Arzt zum Saunabesuch befragen.
  • Grippe
Ein frischer Infekt und Saunabaden vertragen sich nicht. Um grippale Infekte und Erkältungen möglichst ganz zu vermeiden, bedarf es einer regelmäßigen wöchentlichen und korrekten Anwendung der Sauna mit ihrer Wärme und ihren Kaltreizen. Die Schutzwirkung klingt erfahrungsgemäß nach etwa einer Woche ab. Auch in Zeiten echter Grippe hat die Sauna ihre Bewährung gefunden. Es wird in der Praxis immer wieder durch regelmäßig badende Saunabenutzer bestätigt, die in Zeiten verbreiteter Infektionen von grippalen Infekten und von der “echten” Grippe verschont blieben.
H

  • Hamam
Der türkische Hamam wurde vorrangig durch die Vorschriften aus dem Koran geprägt. Die Abkühlung nach dem Schwitzen durfte wie alle rituellen Waschungen nur mittels fließendem Wasser erfolgen. Eine Abkühlung im Bottich (wie in der finnischen Sauna) kam daher nicht in Betracht.
  • Herzinfarkt
Das Infarktrisiko sinkt, denn nicht nur die Haut und Muskulatur weiten sich unter dem Einfluss der Saunahitze, auch der Herzmuskel wird gut durchblutet und reichlich mit Sauerstoff versorgt. Zudem ist die Fließeigenschaft des Blutes verbessert: Das Blut enthält mehr (Schwitz-)Flüssigkeit, so dass die festen Bestandteile relativ gering sind. Nicht zuletzt sind die Thrombozyten, das sind die Blutplättchen, die zu einem Blutpfropf im Gefäß führen können, zahlenmäßig verringert. Das heißt: Wenn Sie regelmäßig in die Sauna gehen, haben Sie ein deutlich geringeres Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen.
  • Heusauna
(Meist) Blocksauna, in der ein Verdampfer mit Heusud installiert ist.
  • Holz
Holz speichert Wärme. Die Saunakabine besteht aus Holz. Durch die Hitze des Saunaofens lädt sich das Holz bis auf ca. 100 °C auf. Da Holz ein guter Wärmespeicher ist, gibt es die gespeicherte Hitze langsam und gleichmäßig in Form von Strahlungsenergie an die umgebende Raumluft ab.
  • Hygiene
Das gründliche Duschen vor Betreten der Saunakabine dient nicht nur der allgemeinen Hygiene, der gerade in einem öffentlichen Bad besondere Bedeutung zukommt, sondern es werden damit auch Kosmetik und Körperfett von der Haut entfernt, die die Schweißabgabe behindern könnten.
I

  • Immunsystem
Durch regelmäßige Besuche in der Sauna werden vermehrt immunologische Reaktionen im Gefäßsystem ausgelöst. Wichtige Entzündungsparameter werden nachhaltig positiv beeinflusst. Dies bedeutet, dass regelmäßige Saunagänge das Immunsystem stärken.
  • Infektvorbeugung
Sauna ist eine optimale Maßnahme zur Vorbeugung von grippalen Infekten – das ist durch Studien hinlänglich belegt.
  • Infrarot-Wärmekabine
Mit dem Saunabaden hat die Bestrahlung in einer Infrarot-Wärmekabine so wenig gemeinsam, dass zum Schutz der Endverbraucher die Bewerbung der IRW-Kabine mit dem Begriff “Sauna” bereits gerichtlich untersagt wurde. Dennoch versuchen einige Anbieter die nachhaltig gesundheitsfördernde Wirkung des Saunabadens auf die IRW-Kabine zu übertragen. Dadurch wird fälschlicherweise der Eindruck erweckt, die IRW-Kabine sei eine Alternative zur Sauna. Einer der wesentlichen Unterschiede ist zum Beispiel das fehlende Gefäßtraining. Das Saunabad erhält eine gesundheitsfördernde Wirkung im entscheidenden Maße durch das Gefäßtraining: Die Abkühlung mit kaltem bis eiskaltem Wasser nach dem Schwitzen. Aber gerade die Abkühlung ist nach der Bestrahlung in einer IRW-Kabine nicht möglich und teilweise sogar riskant. Durch die intensive Bestrahlung mit Infrarot wird eine Gewebedehnung von bis zu 15 % erreicht und ein Kältereiz könnte dann zu einer schädigenden Verkrampfung führen.
K

  • Kelo-Sauna
Finnische Blocksauna aus massiver, unbehandelter Polarkiefer, dem Kelo-Holz. Kelo-Holz ist massives (unbehandeltes) Holz der Polarkiefer bzw. Kiefern der arktischen Klimazone. Das Holz erhält nach dem eigentlichen Baumwachstum (ca. 400 Jahre) den Kelo-Prozess, eine langsame (Jahrzehnte dauernde) Trocknung. Kelo-Holz hat außen eine silbergraue Patina und im Kern eine rötliche Färbung. Je dunkler das Kernholz ist, desto nördlicher sind die Kiefern gewachsen.
  • Kinder und Sauna
In Finnland gehen schon die Kleinsten in die Sauna. Kinder können der Sauna normalerweise wenig abgewinnen. Sollte es Ihnen allerdings gelingen, Ihre Kinder an das Saunabaden zu gewöhnen, können Sie davon ausgehen, dass sie gesundheitlich davon profitieren. Voraussetzung ist allerdings, dass die Kinder mitmachen und sich ebenso wie die Erwachsenen an die Baderegeln halten. Im Kindesalter ist das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet. Es muss erst noch lernen. Doch gerade die extremen thermischen Reize, wie sie in der Sauna auftreten, stärken das Abwehrsystem. Hierdurch erhält Ihr Kind einen wirksamen Schutz gegen die immer häufiger auftretenden Allergien, die in besonderem Maße durch Schadstoffe ausgelöst werden.
  • Kräuterbad
Beim Kräuterbad werden die Aromaauszüge verschiedener Heilpflanzen in den Saunaraum geleitet. Je nach Wirkstoff kann man damit z.B. Schlafstörungen oder Erkrankungen der Atemwege günstig beeinflussen.
  • Künstliches Fieber
Der menschliche Körper reagiert auf die Hitzeeinwirkung mit einer Erhöhung der Körpertemperatur auf bis zu 39°C (künstliches Fieber), die der Körper durch starkes Schwitzen zu kompensieren versucht. Bei der Schweißbildung handelt es sich um eine Schutzreaktion des Körpers zur Abkühlung. Auf den insgesamt zehn- bis zwanzigminütigen Aufenthalt in der Saunakabine folgt eine kurze Abkühlphase, bei der die beim Schwitzen geöffneten Poren besonders gut Sauerstoff aufnehmen.
L

  • Löyly
Wird mit der Löylykelle Wasser auf die heißen Ofensteine gegossen, entwickelt sich unter starkem Zischen eine Wasserdampfwolke, die wie ein “Gluthauch” (finnisch “Löyly”) wirkt.
M

  • Maa®-Sauna
Die Maa®-Sauna ist zum größten Teil in die Erde eingelassen. Auf einer Bodenwanne, die mit naturbelassenen Bruchsteinen vermauert wird, errichtet unser Team in handwerklicher Feinarbeit ein Blockhaus aus massiven Rundstämmen der Polarkiefer. Den oberen Abschluss bildet ein uriges, grasbewachsenes Dach. Die original finnische Maa®-Sauna verbreitet eine unnachahmliche und ursprüngliche Sauna-Stimmung. An ihrer Rückseite steht ein patentierter Kombi-Ofen. Sein sichtbares, ständig flackerndes Holzfeuer sorgt für wohlige Atmosphäre. Das Klima ist bei 110 °C bis 120 °C überraschend angenehm und mild.
Q

  • Quästen
Beim Quästen handelt es sich um eine in Finnland gebräuchliche Methode, das Schwitzen in der Sauna noch zu verstärken. Man schlägt oder fegt mit einem Birkenlaubbüschel leicht über die Haut, entweder bei sich selbst oder bei anderen. Dies ist vor allem zum Zeitpunkt des Aufgusses Tradition. Das Quästen regt die Hautdurchblutung an und verstärkt den Heißlufttransport im Saunaraum.
R

  • Rauchsauna
Urtümliche finnische Form der Sauna – Beheizung durch Holz, ohne Kamin-Abzug.
S

  • Saunan Henki
Handgemacht und unverwechselbar ist jeder aus finnischem Speckstein gemeißelte “Saunageist”. Legen Sie ihn auf die Peridotitsteine – warten Sie ein wenig bis ihm heiß wird – dann geben Sie dem kleinen Hitzkopf mit der Kelle einen kräftigen Schluck zu trinken. Schließen Sie die Augen und hören Sie ihm einfach zu …
  • Shiatsu
Shiatsu ist eine japanische Massageform. Der Name setzt sich zusammen aus den Wörtern Shi (= Finger) und Atsu (= Druck). Shiatsu ist ein ganzheitliches Verfahren, das sich die Prinzipien der Akupunktur sowie Techniken der Chiropraktik und Physiotherapie zunutze macht. Gemäß dem traditionellen Erfahrungswissen werden die Menschen von der Energie bestimmt, die im Körper entlang sog. Meridiane fließt. Ist diese Energie ausgeglichen, fühlt sich der Mensch wohl; ist sie blockiert, wird er sich krank fühlen und evtl. auch krank sein. Im Shiatsu wird der Energiefluss durch sanften Druck mit Fingern, Handflächen, Ellbogen, Knien und Füßen geregelt. Shiatsu-Behandlungen können sowohl entspannen als auch heilsam beleben. Sie dienen der Vitalität, fördern Verdauung und Konzentration, mindern Stress und beruhigen.
  • Shirodara
Shirodara wird bei ayurvedischen Behandlungen angewendet und bedeutet “der Stirnguss”. Dabei fließt ca. 20 Minuten lang körperwarmes Öl (in der Regel Sesamöl) über die Stirn des Patienten. Er kommt in eine tiefe Entspannung, der Körper (besonders das Nervensystem), beginnt sich zu regenerieren. Der Stirnguss wird meist im Anschluss an eine ayurvedische Massage durchgeführt. Shirodara soll dabei reinigend wirken und wieder die Sinne schärfen.
  • Soft Pack
Bei dem sog. “Soft Pack” handelt es sich um ein Wellnessgerät mit großem Entspannungseffekt. Eine mit warmen Wasser gefüllte und mit einer stabilen Folie überzogene Wanne hat alle Vorteile eines Wannenbades, ohne dass der Behandelte nass wird. Zu Beginn der Behandlung wird der Körper mit unterschiedlichsten Wirkstoffen eingerieben, wie z. B. Algen, fein duftende ätherische Öle, aromatische Kräuter, Milch und Öl etc. In eine Folie oder Tücher gewickelt liegt die Person über dem Bad auf der Unterlage, die sich langsam absenkt. Die Wärme wird übertragen, durch das “Eingewickelt-sein” können die Wirkstoffe noch intensiver in die Haut eindringen. Das Luft-Wasser-Gemisch vermittelt dem Körper das Gefühl der Schwerelosigkeit. Freischwebende Lagerung im perfekt temperierten Untergrund ohne Wärmeverlust ermöglicht ein hohes Maß an Entspannung.
  • Solebad
Eine Kur unter Einsatz von warmen und kalten Thermen wird als Solebad bezeichnet. Diese thermischen Quellen mit einem Salzgehalt von 1,5 % bis 6 % bewirken durch osmotische Anregung der Haut einen besseren Stoffwechsel. Das mit Meersalz angereicherte Wasser verbessert die Hautdurchblutung, erhöht die Abwehrkräfte und soll eine Desensibilisierung gegen Allergien bewirken. Da es sehr anstrengend für den Körper ist, wird empfohlen, ein Solebad nicht länger als 15 bis 20 Minuten zu genießen.
  • Spa
Spa steht im Englischen sowohl für “Kurort” als auch für “Mineralquelle”. An sich ist Spa eine Stadt in Belgien. Dort gibt es eine Vielzahl von Thermen, in denen der Körper massiert, verpackt und gewässert wird. Die rund 300 ardennischen Quellen in dieser Gegend bringen Spa mit “Wasser” in Verbindung. Das Wort hat sich etabliert als Abkürzung für das Konzept “sanus per aquam” (lat. = gesund durch Wasser). Die wohltuende Kraft des Wassers wird von zahlreichen Hotels, Kurbädern, Wellnesszentren sowie Kliniken in vielfältiger Art genutzt: von Perlduschen über Thermalwasser und Kneipp-Güsse bis zu erlebnisorientierten Badelandschaften.
  • Svedana
Unter dem Begriff Svedana werden verschiedene Wärmebehandlungen zusammengefasst, wobei das Kräuterdampfbad die häufigste angewendete Behandlung ist. Blüten und Blätter von Rosen, Lavendel und Melisse haben eine entgiftende Wirkung und umhüllen den Körper mit einem angenehmen Duft.
U

  • Udvarthana
Ist eine ayurvedische Behandlung, bei der feine Pulver oder Pasten von Kräutern oder Lehm mit oder ohne ölige Substanzen zur Massage eingesetzt werden. Im Gegensatz zur Abhyanga wird dabei kräftig gegen das Herz hin massiert. Udvarthana ist eine reduzierende Therapie und kann deshalb überall da eingesetzt werden, wo die Ölmassagen kontraindiziert sind. Sie werden auch häufig lokal zur Reduzierung von Fettpolstern oder zur Behandlung von Cellulite eingesetzt.
V

  • Vaporium
Ein Vaporium ist eine Variante des Dampfbades. Der Innenausbau ist meist in Mosaik, Stein- oder Keramikbänken gehalten. Angereichert wird das Vaporium mit belebenden Duftessenzen, z. B. Eukalyptus oder Orange, so dass man auch von einem Aromadampfbad sprechen kann. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit bei angenehmen 42 bis 45 °C wird der Körper sanft gereinigt, der Kreislauf angeregt, die Atemwege durch die Wirkung der Aromastoffe befreit und befeuchtet und die Muskulatur entspannt. Die Aufenthaltsdauer sollte 10 bis 15 Minuten betragen.
  • Vapozon
Vapozon ist eine Art Gesichtsdampfbad zur Tiefenreinigung der Haut, das sehr häufig in kosmetischen Behandlungen eingesetzt wird. Eine feine Düse verteilt den mit Ozon oder Kräuteressenzen versetzten Dampf auf dem Gesicht, um die Hornschicht weich zu machen und die Poren zu öffnen. Unreinheiten lassen sich anschließend wesentlich leichter und schmerzloser entfernen und die Aufnahmefähigkeit der Haut für Wirkstoffe aus Ampullen und Masken wird gestärkt.
  • Venenwickel
Werden eingesetzt zur Behandlung von müden, schweren Beinen, Krampfadern, Besenreisern und Venenleiden. Sitzen, Hitze und auch langes Stehen sind die Hauptursachen dafür. Die in den Wickeln enthaltenen Pflanzenextrakte wie z. B. Rosskastanie, Menthol, Kampfer und Algen wirken durchblutungsfördernd, stärken die Kapillare, regen die Lymphzirkulation an, mildern Schwellungen, wirken entstauend auf Ödeme und verbessern insgesamt den Venentonus. Nach der Behandlung mit Venenwickeln bekommen die Beine ein Gefühl der Frische und Schwerelosigkeit.
  • Vino-Therapie
Diese Therapie kommt aus Frankreich. Was ursprünglich auf dem Kompost landete, wird heute in seinem Wert erkannt: Traubenkern und Traubenschale. Das Geheimnis der Vino-Therapie ist die Pressung der Kerne. Daraus entsteht Traubenkernöl mit wichtigen Polyphenolen, die vor freien Radikalen schützen sollen. Doch nur bei kaltgepresstem Traubenkernöl bleiben die Wirkstoffe erhalten. Behandlungen, Massagen oder Bäder mit Traubenkernöl wirken sich positiv auf Kreislauf, Immunsystem und Durchblutung aus, entgiften den Körper und regen den Fettstoffwechsel an.
  • Vitalküche
Vitalküche steht für ausgedehnte Gaumenfreuden: leicht, fettarm und naturbelassen. Absolute Frische und eine möglichst schonende Zubereitung sowie sparsamer Fettverbrauch sind Voraussetzung. Dafür kann man mit Kräutern großzügig sein, die glücklich machen sollen und die Organe vitalisieren.
  • Vorreinigung
Duschen zur Benutzung vor dem ersten Schwimmen bzw. Saunieren.
W

  • Walking
Ist die intensivere Form von Gehen. Der Fuß wird bewusst über die gesamte Fußsohle von hinten nach vorne abgerollt, ein Fuß berührt immer den Boden. Der Unterschied zum “einfachen” Gehen ist der aktive Einsatz der Arme. Idealerweise werden diese im 90-Grad-Winkel gehalten und schwingen gegengleich zu den Beinen. Das Trainingsprogramm sollte mit 15 – 20 Minuten begonnen werden. Eine Steigerung auf eine Stunde ist ohne Probleme möglich. Auf das richtige Atmen ist ebenfalls zu achten. Walking regt die Durchblutung an, kräftigt die Muskeln, das Herz und die Knochen, entspannt und macht ausgeglichener. Das Training ist besonders geeignet für ältere Menschen oder solche, die langsam mit Sport beginnen möchten.
  • Wambo-Mambo
Ist eine Massagetechnik und stammt von den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens. Der Masseur benutzt eine Holzrolle und walkt den Körper einmal in Richtung der Muskelfaser und einmal quer dazu. Diese Prozedur ist nichts für zartbesaitete Naturen, da bei dieser Massage kräftig hingelangt wird. Verspannungen werden damit gelöst und die Muskeln werden flexibler und geschmeidiger. Die Massage fördert sehr stark die Durchblutung. Die stark gerötete Haut wird am Ende der Behandlung mit einem flauschigen Fellhandschuh gestreichelt.
  • Wassergrotte
Abgeschirmter, meist halbrunder Bereich hinter einem Wasservorhang/Wasserfall, oft mit Unterwasser-Sitzbank.
  • Wassertreten
Schon Pfarrer Kneipp pries Wassertreten als eine Methode mit zahlreichen gesundheitlichen Effekten an. Es dient in erster Linie der Stärkung des Immunsystems und kann Linderung bei gefäßbedingtem Kopfschmerz und Migräne, bei Krampfadern und heißen Beinen bringen. Ein Becken oder eine Wanne werden mit kaltem Wasser gefüllt, so dass die Knie beim Einsteigen vom Wasser frei bleiben. Im “Storchengang” werden die Beine abwechselnd ganz aus dem Wasser gehoben, die Fußspitze etwas nach unten gebeugt. Dieser Wechsel wird wiederholt, bis ein leichtes “Schmerzgefühl” eintritt. Ungeübte sollten das Wassertreten auf maximal 20 Sekunden begrenzen, Geübte schaffen es bis zu 60 Sekunden. Nach Beendigung werden die Beine nicht abgetrocknet, sondern die Tropfen nur leicht mit den Händen abgestreift. Die Füße werden etwas bewegt, wodurch dann ein angenehmes Wärmegefühl entsteht.
  • Whirlpool
Sprudelbecken, meist rund oder achteckig. Fassungsvermögen meist zwischen vier und acht Personen. Temperaturen von ca. 30 bis 40 °C. Ab 36 °C Wassertemperatur ist die Bezeichnung Hot-Whirlpool geläufig. Der Sprudeleffekt wird meist durch Luftdüsen in der Sitzmulde verursacht.