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Gegenstromanlagen

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Woraus besteht eine Gegenstromanlage?

Bei einer Gegenstromanlage handelt es sich um einen Fertigbausatz. Hierbei sind alle benötigten Bauteile inbegriffen: Pumpe, Steuerung, Rohre, Absperrhähne und Einstrahldüsen. Das Gehäuse der Anlage wird in der Fachsprache als Vormontagesatz bezeichnet.

Dieser Satz wird beim Bau eines Pools in der Wand eingebaut beziehungsweise eingeschalt. Der Vormontagesatz besteht meist aus Kunststoff, ebenso wie die Rohre und die Klappe. Wobei Freunde der Ästhetik auch Gegenstromanlagen mit Edelstahlklappen erwerben können.

Wie funktioniert eine Gegenstromanlage?

Die Funktionsweise einer Gegenstromanlage ist relativ einfach. Die Anlage saugt das Wasser an und pumpt es durch die Einstrahldüse zurück ins Becken. Dabei entsteht ein starker Wasserstrahl mit einer Geschwindigkeit von etwa 7 Kilometern pro Stunde. Gegen diesen Strom schwimmt die Person im Pool kontinuierlich an. Um die Intensität zu verringern, genügt es den Abstand zur Gegenstromanlage zu vergrößern oder die Anlage herab zu regulieren.

Welche Arten gibt es und worin unterscheiden sie sich?

Bei Gegenstromanlagen wird zwischen Anlagen zum Einbauen und Anlagen zum Einhängen unterschieden. Welche Variante für den eigenen Pool infrage kommt, richtet sich hauptsächlich danach, ob sich der Pool noch in der Planungsphase befindet oder bereits vorhanden ist.

Gegenstromanlage zum Einbauen

Im Idealfall wird eine Gegenstromanlage bereits bei der Planung des Pools berücksichtigt. Das geeignete Modell ist in diesem Fall eine Gegenstromanlage zum Einbauen. Der erforderliche Ausschnitt für die Anlage kann schon während der Bauphase vorgenommen werden. Damit erspart sich der Poolbesitzer nachträgliche Arbeiten und zusätzliche Kosten. Denn der Ausschnitt in einem bereits vorhandenen Pool lässt sich nur unter großem Aufwand und mit den entsprechenden Kosten realisieren.

Der Motor der Anlage wird in einem ausreichend großen Technikschacht untergebracht, der in unmittelbarer Nähe zum Becken gebaut werden sollte. Im trockenen Schacht ist das Herzstück der Gegenstromanlage bestens geschützt und kann problemlos viele Jahre überdauern. Der Vorteil einer Gegenstromanlage zum Einbauen ist, dass sie sich außerhalb des Beckens befindet und deshalb keinen zusätzlichen Platz beansprucht.

Gegenstromanlage zum Einhängen

Wenn der Pool bereits vorhanden ist und die Anlage nachträglich montiert werden soll, dann empfiehlt sich der Kauf einer Gegenstromanlage zum Einhängen. Diese Modelle eignen sich für nahezu alle Poolarten. Insbesondere für Beckenarten, die sich ursprünglich nicht für den Einbau einer Gegenstromanlage eignen.

Die Montage erfordert keine besonderen Kenntnisse und ist schnell erledigt. Darüber hinaus gibt es Modelle, die über einen zusätzlichen Standfuß verfügen. Damit können auch teil eingebaute Pools und Aufstellbecken mit einer Gegenstromanlage ausgerüstet werden.

Allerdings beansprucht eine einhängbare Anlage etwas Platz im Becken. Der in das Beckeninnere hineinragende Teil der Gegenstromanlage kann mitunter auch die Optik des Pools in Mitleidenschaft ziehen. Das liegt jedoch im Auge des Betrachters und dürfte hinsichtlich der Vorteile kaum ins Gewicht fallen.

Wer sich dennoch daran stört, sollte eine Gegenstromanlage mit Edelstahlklappe in Erwägung ziehen. Die einhängbare Gegenstromanlage wird nach der Badesaison einfach abgebaut und über den Winter an einem trockenen Ort gelagert.

Wie viel Leistung sollte eine Gegenstromanlage haben?

Die erforderliche Leistung wird an der Durchflussrate gemessen und richtet sich hauptsächlich nach den eigenen Anforderungen. Wer sich zu den Sportschwimmern zählt, benötigt natürlich eine leistungsstärkere Anlage von etwa 60-70 m³/Std. Diese Modelle verfügen meist über zwei verstellbare Düsen, die das paarweise nebeneinander her schwimmen ermöglichen.

Vorausgesetzt das Becken ist auch breit genug, so dass sich beide Schwimmer nicht gegenseitig beeinträchtigen. Für einen Hobbyschwimmer ist eine Gegenstromanlage, deren Leistung mit bis zu 50 m³/ Std. im mittleren Bereich liegt, optimal. Gelegenheitsschwimmer kommen hingegen mit einer noch geringeren Leistung aus.

Der gesundheitliche Vorteil

Schwimmen zählt weltweit zu den gesündesten Sportarten. Beim Schwimmen werden beinahe alle Muskelgruppen beansprucht. Die sanften Bewegungen im Wasser schonen die Gelenke und können Schmerzen lindern. Wer einen eigenen Pool mit Gegenstromanlage besitzt, spart sich die zeitaufwendigen Anfahrten zum nächsten Hallen- oder Freibad.

Schon nach kurzer Zeit des regelmäßigen Schwimmtrainings stellen sich erste positive Veränderungen ein. Mit der gesteigerten Fitness verbessert sich auch die Kondition. Körperliche Beschwerden, die auf unzureichende Bewegung und Muskelabbau zurückzuführen sind, verschwinden. Und die Lebensqualität wird spürbar gesteigert.

Der gesundheitliche Nutzen wird besonders bei Rheumapatienten und übergewichtigen Personen deutlich. Für beide Personengruppen ist Schwimmen eine sehr schonende und gleichzeitig effektive Sportart.

Weniger leistungsstarke Gegenstromanlagen lassen sich zudem so weit herab regulieren, dass sie im Anschluss an eine Trainingseinheit als Massage-Anlage genutzt werden können. Von diesem Vorteil profitieren auch Poolbesitzer, die im Arbeitsalltag stark eingespannt und am Ende des Tages dementsprechend erschöpft sind.

Manche Gegenstromanlagen ermöglichen sogar die Montage eines separaten Massagesystems. Dieses wird einfach an die Düse angeschlossen und bereitet Whirlpool ähnliche Massageerlebnisse.